Wenn Schädlinge in den Wohn- und Lebensbereich des Menschen eindringen, dann kann das schwerwiegende Folgen haben. Es besteht das Risiko, dass sie Krankheiten bei Menschen und Tieren verursachen, welche sogar lebensbedrohlich sein können. In der Regel erfolgt die Infektion über den Kot, den die Schädlinge auf Lebensmitteln hinterlassen. Daher sollte man einen Befall schnellstmöglich bekämpfen und Vorsorgemaßnahmen einleiten.

Einige Schädlinge können mit einfachen Hausmitteln bekämpft werden. Für andere wiederum sind technische Geräte oder die Erfahrung im Umgang von Gift notwendig. Ein solcher Eingriff sollte nur von einem erfahrenen Schädlingsbekämpfer durchgeführt werden. Im Nachfolgenden schauen wir uns an, welche Möglichkeiten es zur Schädlingsbekämpfung gibt.

Physische Schädlingsbekämpfung

Die physische Schädlingsbekämpfung erfolgt ohne Gift. Ein klassisches Beispiel dafür sind Mausefallen. Neben den Mausefallen, welche die Tiere töten, gibt es im Handel inzwischen auch zahlreiche Lebendfallen. Es kann durchaus sein, dass es nicht erlaubt oder gewünscht ist, die Tiere zu töten. Auch bei der Taubenabwehr findet oft eine physische Bekämpfung statt. Hierbei werden Spikes auf den Dächern platziert, damit die Tauben dort nicht landen können und dadurch keinen Kot auf den Dächern hinterlassen.

Biologische Schädlingsbekämpfung

Bei der biologischen Schädlingsbekämpfung kommen Insekten, Pilze, Viren, Bakterien und Tiere zum Einsatz. Beispiele dafür sind Katzen, zur Bekämpfung von Nagern, oder Schlupfwespen, zur Bekämpfung von Insekten. Auch werden Marienkäfer eingesetzt, um Blattläuse zu bekämpfen. Diese Art der Bekämpfung wird vor allem im landwirtschaftlichen Bereich angewendet. Für den privaten Haushalt sind sie nicht zu empfehlen, oder nur nach Rücksprache mit einem erfahrenen Schädlingsbekämpfer.

Biotechnisch-physikalische Bekämpfung

Bei der biotechnisch-physikalischen Bekämpfung werden überwiegend Lockmittel eingesetzt. Für Mücken und Fliegen wird beispielsweise häufig Licht verwendet. Kakerlaken werden oft von Klebefallen angezogen, welche mit einem Duftstoff überzogen sind. Diese Methoden müssen jedoch meist über mehrere Monate eingesetzt werden. Auch gibt es thermische Verfahren, bei dem ein Raum auf mindestens 42 Grad erhitzt wird, um Milben, Motten, Käfer, Larven und Puppen abzutöten. Zudem kommen oft Hausmittel wie die Essig-Spüli Falle für Motten oder Backpulver zum Unterbrechen einer Ameisenstraße zum Einsatz.

Chemische Schädlingsbekämpfung

Bei der chemischen Schädlingsbekämpfung werden Insektizide gegen Insekten, Rodentizide gegen Nagetiere, Larvizide gegen die Larven, Akarizide gegen Milben und sonstige Spinnentiere verwendet. Eine solche Anwendung sollte allerdings die letzte Wahl sein und nur von einem erfahrenen Experten durchgeführt werden, da die Chemikalien auch für den Mensch und Haustiere gesundheitsschädlich sein können. Generell sollte bei der Bekämpfung so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig der Giftstoffe eingesetzt werden.

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